26. April 2026 |
Bei DLF Kultur sprach ich mit Michael Andrick über Meinungsfreiheit: ein vertrackter Themenkomplex, von dem das Gespräch nur einen kleinen Ausschnitt behandeln konnte. Dass ich dabei in vielen Punkten mit Andrick, der eine Einschränkung der Meinungsfreiheit recht deutlich kritisiert, gar nicht so uneinig bin, mag manche wundern. Muss es aber nicht. Wenn sich Demokraten unterschiedlicher Couleur einig sein können, dann ja in solch metapolitischen Themen, um die es vorwiegend im Gespräch ging. Und dazu gehört auch, die Tendenzen der Schädigung der Meinungsfreiheit durch vermeintlich progressive Milieus zu benennen. Die Probleme, die aus regulatorischen/gesetzlichen Maßnahmen, aber auch dem Zusammenwirken von Staat, NGOs, Behörden resultieren, sind dort definitiv unterproblematisiert. Und beides – die Tendenzen wie auch die Relativierung durch ihre Advokaten – ist soziologisch erwartbar. Warum immer wieder Kämpfe um Fragen geführt werden, die mit dem Thema verknüpft sind, warum dabei das Pendel mal so, mal so schwingt und warum zuletzt das linke Lager schlafwandelnd zu Einschränkungen drängte, erläutere ich im Gespräch.
Talk: »Meinungsfreiheit: Gefordert, gefördert, bedroht?«, im Gespräch mit Michael Andrick bei »Sein und Streit«, moderiert von Catherine Newmark, auf: Deutschlandfunk Kultur, 26. April 2026 (online hier).
