27. Juni 2026 |
Strategischer Irrsinn – so muss man die aktuelle Kampagne für ein AfD-Verbot mindestens bezeichnen. Aber eigentlich ist es schlimmer. Sie ist Ausdruck der Abwesenheit einer Strategie. Für die Ruhrbarone habe ich ein paar (polemische) Zeilen aufgeschrieben, warum es sich bei dem Gutachten der GFF und der damit lancierten Kampagne um eine Ersatzhandlung handelt, mit der man sich vor der Aufarbeitung eigener Fehler drückt. Und dafür zündet man notfalls die Republik an. Man wirft hier den Brandstiftern den Brandbeschleuniger vor die Füße. Was es viel mehr als eine Verbotskampagne braucht, ist eine Debatte darüber, was in den NGOs (und auch in der Politik) falsch gelaufen ist in den letzten Jahren. Und das schon eher gestern als heute. Natürlich muss da, wie bei jedem Unternehmen oder Sportteam, das nicht liefert, auch die Frage auf den Tisch, welche personellen wie auch strukturellen Konsequenzen das erfordert. Was denn bitte sonst?
Artikel: Holger Marcks, »Antifaschismussimulation. Das AfD-Gutachten der »Gesellschaft für Freiheitsrechte« wird nach hinten losgehen«, auf: Ruhrbarone, 27. Juni 2026 (online hier).
